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Pressemeldung #Wirtschaft
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Bosch setzt zweistelliges Wachstum in China fort

Neues Werk für Infotainmentsysteme eröffnet

  • Starkes Wachstum: Umsatz steigt auf 14,9 Milliarden Euro
  • Vernetzte Mobilität: Neues Werk treibt Strategie voran
  • Vielfältiges Potential: China wichtig für Mobilitätsservices und Industrie 4.0
  • Hohe Investitionen: Mit rund 840 Millionen Euro 2017 um 25 Prozent erhöht
Irina Ananyeva

Irina Ananyeva

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Schanghai/Stuttgart – Die Bosch-Gruppe setzt ihren Wachstumskurs im Reich der Mitte fort: Das Technologie- und Dienstleistungsunternehmen erzielte in China 2017 einen Umsatz von 14,9 Milliarden Euro – ein zweistelliger Anstieg gegenüber dem Vorjahr. Bosch baut zudem die Präsenz im Land weiter aus und eröffnete heute in der ostchinesischen Stadt Wuhu ein neues Werk für Infotainmentsyteme. „China bleibt ein Zugpferd für die Weltwirtschaft und ist vor allem im Bereich der Vernetzung ein absoluter Vorreiter. Wir sehen weiterhin enormes Wachstumspotential und bauen unsere Kapazität kontinuierlich aus“, so Peter Tyroller, Mitglied der Geschäftsführung der Robert Bosch GmbH mit Verantwortung für die Region Asien-Pazifik.

Heute ist China der größte Markt für Bosch außerhalb von Deutschland mit mehr als 60 000 Mitarbeitern. Rund 30 Prozent des weltweiten Bosch-Umsatzes kommen aus der Region Asien-Pazifik – mehr als 60 Prozent davon werden in China erwirtschaftet. Auch langfristig sieht Bosch gute Chancen in der Region und insbesondere im chinesischen Markt. Für das laufende Jahr geht Bosch von einem moderateren Wachstum, das allerdings über dem Marktdurchschnitt liegen soll, aus. „Unser China-Geschäft 2018 ist gut gestartet“, so Tyroller. Zur positiven Geschäftsentwicklung von Bosch in China haben 2017 alle Unternehmensbereiche beigetragen: Rund 11 Milliarden Euro wurden mit Mobilitätslösungen erwirtschaftet – 25 Prozent mehr als im Vorjahr. Besonders gut entwickeln sich weiterhin auch das Geschäft mit Haushaltsgeräten sowie die Thermotechnologiesparte.

Neues Werk treibt vernetzte Mobilität in China voran

Bosch ist in China bereits seit 1909 vertreten und setzt in allen Bereichen auf eine starke Lokalisierung. Neben Partnerschaften vor Ort stehen vor allem die lokale Fertigung sowie Forschung und Entwicklung für den chinesischen Markt im Fokus. Mit dem neuen Standort in Wuhu in der Provinz Anhui setzt Bosch diese erfolgreiche Strategie fort. Auf einer Fläche von 18 000 Quadratmetern werden dort Infotainmentsysteme, Kombi-Instrumente sowie Connectivity Control Units (CCUs) für Fahrzeuge am chinesischen Markt gefertigt. Bis Ende 2018 soll das neue Werk rund 900 Mitarbeiter beschäftigen – 160 davon in der Forschung und Entwicklung. Bosch investierte nahezu 40 Millionen Euro, um seine lokale Kompetenz im Bereich Connected Mobility auszubauen. Erst diesen März hat die Bosch-Gruppe mit dem Infotainment-Startup Banma, ein Joint-Venture von Alibaba mit dem chinesischen Autobauer SAIC, eine strategische Kooperation unterzeichnet. In Zukunft wird Bosch neue digitale Displays, Sprachunterstützung, haptisches Feedback sowie andere HMI-Technologien weiterentwickeln.

Mobilitätsservices und Industrie 4.0 treiben IoT-Geschäft voran

China ist für die Vernetzungsstrategie von Bosch insgesamt ein strategischer Wachstumsmarkt. Grund dafür sind unter anderem die Ziele der chinesischen Regierung, intelligentes vernetztes Fahren im weltweit größten Automarkt auszubauen, sowie zur weltweit führenden Industrienation zu werden. Vor allem durch die Gründung der zwei neuen Geschäftsbereiche Connected Mobility Solutions und Connected Industry Anfang 2018, treibt Bosch sein Geschäft mit Lösungen für das Internet of Things (IoT) damit auch in China kräftig voran.

Der Geschäftsbereich Connected Mobility Solutions wird sich in dem Land vor allem auf Lösungen konzentrieren, die speziell auf die lokalen Verkehrsbedingungen zugeschnitten sind – beispielsweise intelligentes Parken, vorausschauende Diagnose und moderne Flottenmanagement-Systeme. Für die Geschäftseinheit Bosch Connected Industry ist China neben Deutschland und Ungarn einer der drei Hauptstandorte. Im neuen Bereich bündelt das Unternehmen Industrie 4.0-Aktivitäten, auch in den Bereichen Software und Services. Die Nachfrage nach vernetzten Lösungen für die Fertigung in China steigt zunehmend. Seit kurzem unterstützt Bosch beispielsweise die Produktion des chinesischen Herstellers Weichai Power mit intelligenten Technologien. Heute sind bereits die Hälfte der 38 Bosch-Werke im Land mit Industrie 4.0 ausgestattet. In der nordwestchinesischen Stadt Xi’An soll Ende 2018 ein Industrie 4.0-Leitwerk von Bosch Rexroth die Produktion aufnehmen.

Elektromobilität bis künstliche Intelligenz: Bosch investiert in China

Insgesamt flossen in den vergangenen zehn Jahren mehr als 4,6 Milliarden Euro in die chinesischen Bosch-Standorte. Allein 2017 waren es knapp 840 Millionen Euro – rund ein Viertel mehr als im Vorjahr. In Wuxi startete das Unternehmen den Bau eines neuen Werks für Mobilitätslösungen – dort entsteht die weltweit erste Produktionsstätte für 48-Volt-Batterien in Elektroautos. Anfang 2018 wurde das Werk für Elektrowerkzeuge in Chengdu erweitert. Im November 2018 soll in Nanjing der erste iBooster-Produktionsstandort von Bosch im asiatisch-pazifischen Raum offiziell an den Start gehen. Damit will das Unternehmen die wachsende Nachfrage nach elektrifizierten und automatisierten Antriebslösungen in China bedienen. Ebenfalls noch in diesem Jahr wird der zweite Bauabschnitt des Werks für Automobilelektronik in Wujin, Changzhou, fertiggestellt.

Außerdem ist für 2018 die Eröffnung eines Artificial Intelligence Centers in China geplant. „China strebt bei künstlicher Intelligenz Platz Eins an. Wer in diesem Bereich mitreden will, muss auch in China aktiv sein“, so Tyroller. Die Wertschöpfung mit künstlicher Intelligenz in der Volksrepublik soll bis 2030 bei 120 Milliarden Euro liegen. Bereits 2017 investierte die Bosch-Gruppe rund 300 Millionen Euro in das Bosch Artificial Intelligence Centers mit Standorten in Renningen, Sunnyvale (USA) und Bangalore (Indien).

Über Bosch

Die Bosch-Gruppe ist ein international führendes Technologie- und Dienstleistungsunternehmen mit weltweit rund 429 000 Mitarbeitenden (Stand: 31.12.2023). Sie erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2023 einen Umsatz von 91,6 Milliarden Euro. Die Geschäftsaktivitäten gliedern sich in die vier Unternehmensbereiche Mobility, Industrial Technology, Consumer Goods sowie Energy and Building Technology. Mit seiner Geschäftstätigkeit will das Unternehmen übergreifende Trends wie Automatisierung, Elektrifizierung, Digitalisierung, Vernetzung sowie die Ausrichtung auf Nachhaltigkeit technologisch mitgestalten. Die breite Aufstellung über Branchen und Regionen hinweg stärkt die Innovationskraft und Robustheit von Bosch. Mit seiner ausgewiesenen Kompetenz bei Sensorik, Software und Services ist das Unternehmen in der Lage, Kunden domänenübergreifende Lösungen aus einer Hand anzubieten. Zudem setzt Bosch sein Know-how in den Bereichen Vernetzung und künstliche Intelligenz ein, um intelligente, nutzerfreundliche und nachhaltige Produkte zu entwickeln und zu fertigen. Bosch will mit „Technik fürs Leben“ dazu beitragen, die Lebensqualität der Menschen zu verbessern und natürliche Ressourcen zu schonen. Die Bosch-Gruppe umfasst die Robert Bosch GmbH sowie ihre rund 470 Tochter- und Regionalgesellschaften in mehr als 60 Ländern. Inklusive Handels- und Dienstleistungspartnern erstreckt sich der weltweite Fertigungs-, Entwicklungs- und Vertriebsverbund von Bosch über fast alle Länder der Welt. Basis für künftiges Wachstum ist die Innovationskraft des Unternehmens. Bosch beschäftigt weltweit rund 90 000 Mitarbeitende in Forschung und Entwicklung an 136 Standorten, davon etwa 48 000 Software-Entwicklerinnen und -Entwickler.

Das Unternehmen wurde 1886 als „Werkstätte für Feinmechanik und Elektrotechnik“ von Robert Bosch (1861–1942) in Stuttgart gegründet. Die gesellschaftsrechtliche Struktur der Robert Bosch GmbH sichert die unternehmerische Selbstständigkeit der Bosch-Gruppe. Sie ermöglicht dem Unternehmen langfristig zu planen und in bedeutende Vorleistungen für die Zukunft zu investieren. Die Kapitalanteile der Robert Bosch GmbH liegen zu 94 Prozent bei der gemeinnützigen Robert Bosch Stiftung GmbH. Die übrigen Anteile halten eine Gesellschaft der Familie Bosch und die Robert Bosch GmbH. Die Stimmrechte liegen mehrheitlich bei der Robert Bosch Industrietreuhand KG. Diese hat die durch den Firmengründer Robert Bosch testamentarisch verfügte Aufgabe, für den langfristigen Bestand des Unternehmens und speziell für dessen finanzielle Unabhängigkeit zu sorgen.

Mehr Informationen unter www.bosch.com, www.iot.bosch.com, www.bosch-presse.de.